FDP Kerpen fordert Aufklärung zum Bauprojekt Stiftsstraße/Brüsseler Straße
Seit Jahren Stillstand – Verwaltung soll endlich Klarheit schaffen
05.08.2025 Meldungen FDP-Fraktion Kerpen

Acht Jahre nach Beginn des Bauprojekts an der Stiftsstraße / Ecke Brüsseler Straße ist für die FDP-Fraktion im Stadtrat der Kolpingstadt Kerpen klar: Es braucht endlich Transparenz über den tatsächlichen Stand des Vorhabens. In einer aktuellen Anfrage an die Verwaltung fordern die Liberalen konkrete Auskünfte zu Abnahme, Vermarktung und Gestaltung des Areals.
„Das Gebäude wirkt auf viele wie ein Geisterprojekt“, erklärt FDP-Ratsmitglied Tamer Kandemir. „Bauzäune, ungepflegte Außenanlagen, keine erkennbare Nutzung – das ist nicht der Eindruck, den wir in einem zentralen Bereich unserer Stadt hinterlassen wollen.“ Bereits 2019 hatte die FDP auf die damaligen Verzögerungen hingewiesen. Doch seitdem habe sich wenig getan. Auch FDP-Fraktionsvorsitzender Wolfgang Pfeil sieht Handlungsbedarf: „Wir fragen uns, ob das Bauvorhaben überhaupt als abgeschlossen gilt, ob eine Abnahme stattgefunden hat und ob es Pläne zur Vermarktung oder Nutzung gibt. Die Bürgerinnen und Bürger haben ein Recht auf Antworten – nicht nur auf Baustellenromantik.“
Die Freien Demokraten kritisieren insbesondere den Zustand der Außenanlagen: Ungepflegte Flächen, Müll und ein fehlendes Gesamtkonzept ließen das Grundstück ungenutzt und städtebaulich vernachlässigt erscheinen. Deshalb möchten sie wissen, ob die Stadt rechtlich oder gestalterisch eingreifen kann. „Es ist unverständlich, dass ein Bauprojekt dieser Größenordnung über Jahre hinweg brachliegt – ohne sichtbare Perspektive für den Standort“, so Kandemir. Die FDP bittet die Verwaltung daher auch um eine Einschätzung, ob sich seit der letzten Bewertung 2019 neue rechtliche oder verwaltungsseitige Handlungsspielräume ergeben haben, um eine Nutzung voranzubringen und die öffentliche Wirkung des Grundstücks zu verbessern.
„Wir wollen keine ewigen Baustellen, sondern zukunftsfähige Stadtentwicklung“, betont Pfeil. „Die Menschen in Kerpen haben Anspruch auf gepflegte, lebendige Quartiere – und nicht auf einen Schandfleck mitten im Stadtgebiet.“

