Prüfung von Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit im Kerpener Filzengraben

Antrag zum Arbeitskreis Verkehrsplanung und Verkehrssicherheit

17.08.2026 Anträge FDP-Ratsgruppe Kerpen

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Jurczyk,

die FDP-Ratsgruppe im Rat der Kolpingstadt Kerpen bittet, o.g. Punkt auf die Tagesordnung der kommenden Sitzung des Arbeitskreis Verkehrsplanung und Verkehrssicherheit zu nehmen und stellt hierzu nachfolgenden Beschlussvorschlag zur Abstimmung vor:

Beschlussvorschlag

Die Verwaltung wird beauftragt, die Verkehrssituation im Filzengraben in Kerpen zu überprüfen und dem Arbeitskreis Vorschläge für kurzfristig umsetzbare Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit vorzulegen. Hierbei soll insbesondere geprüft werden:

  1. ob großflächige Tempo-30-Piktogramme auf der Fahrbahn sowie ergänzende Markierungslösungen zur besseren Wahrnehmbarkeit der Zonenregelung aufgebracht werden können;
  2. ob bauliche oder verkehrslenkende Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung, wie beispielsweise Berliner Kissen oder punktuelle Einengungen, technisch umsetzbar und fachlich sinnvoll sind;
  3. ob punktuelle Anpassungen der Parkordnung erforderlich sind, um notwendige Sichtachsen freizuhalten und Gefahrenstellen für den Fuß- und Radverkehr zu entschärfen;
  4. ob eine befristete Geschwindigkeitsmessung durchgeführt werden kann, um eine objektive Datengrundlage über das tatsächliche Fahrverhalten vor Ort zu erhalten.

Im Nachgang möge die Verwaltung, die Ergebnisse dieser Prüfung einschließlich einer Kostenschätzung und eines möglichen Zeitrahmens für die Umsetzung im Arbeitskreis vorstellen.

Begründung:

Der Filzengraben ist eine enge Straße. Auf beiden Seiten parken Autos, die Gehwege sind teilweise schmal und für Radfahrer bleibt wenig Platz. Gerade für Kinder, ältere Menschen sowie Menschen mit Kinderwagen oder Rollator ist die Situation oft unübersichtlich. Dabei ist sie auch eine Tempo-30-Zone. Nach dem Schild am Anfang der Straße gibt es aber kaum noch Hinweise darauf. Anwohner berichten, dass dort immer wieder zu schnell gefahren wird. Bei den engen Verhältnissen kann das schnell gefährlich werden. Ein Kind kann zwischen parkenden Autos auf die Straße laufen, eine Autotür kann plötzlich geöffnet werden oder es kommt zu einer engen Begegnung zwischen Auto und Fahrrad.

Deshalb soll die Verwaltung prüfen, was kurzfristig getan werden kann. Tempo-30-Markierungen auf der Fahrbahn wären ein einfacher erster Schritt. Außerdem soll geprüft werden, ob Berliner Kissen, Änderungen bei der Parkordnung oder andere Maßnahmen sinnvoll sind, um die Sicherheit vor Ort dauerhaft zu erhöhen.

			

				
				

Tamer Kandemir

stv. Vorsitzender der FDP-Ratsgruppe, Beisitzer im Stadtverbandsvorstand

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