Enge Straße, schlechte Sicht: Filzengraben soll sicherer werden
FDP beantragt Prüfung kurzfristig umsetzbarer Maßnahmen
18.08.2026 Meldungen FDP-Ratsgruppe Kerpen

Der Kerpener Filzengraben ist eng, auf beiden Straßenseiten stehen parkende Autos und die Gehwege sind teilweise schmal. Für Radfahrer bleibt wenig Platz, während parkende Fahrzeuge immer wieder wichtige Sichtachsen versperren. Besonders für Kinder, ältere Menschen sowie Menschen mit Kinderwagen oder Rollator kann die Verkehrssituation dadurch schnell unübersichtlich werden. Obwohl der Filzengraben bereits in einer Tempo-30-Zone liegt, ist die Geschwindigkeitsbegrenzung nach dem Schild am Anfang der Straße kaum noch wahrnehmbar. Anwohner berichten zudem, dass dort wiederholt zu schnell gefahren werde.
Die Kerpener Liberalen hat deshalb beantragt, die Verkehrssituation durch die Verwaltung überprüfen zu lassen. Dem zuständigen Arbeitskreis sollen anschließend konkrete Vorschläge für kurzfristig umsetzbare Verbesserungen vorgelegt werden. „Ein Kind kann zwischen parkenden Autos auf die Straße treten, eine Autotür kann sich plötzlich öffnen oder Auto und Fahrrad begegnen sich auf engstem Raum. Dann machen schon wenige Kilometer pro Stunde einen erheblichen Unterschied“, erklärt Tamer Kandemir, stellvertretender Vorsitzender der FDP-Ratsgruppe.
Als erster Schritt soll geprüft werden, ob großflächige Tempo-30-Piktogramme oder ergänzende Markierungen auf der Fahrbahn angebracht werden können. Sie könnten die bestehende Geschwindigkeitsbegrenzung für Autofahrer deutlich sichtbarer machen. Darüber hinaus soll die Verwaltung untersuchen, ob weitere Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung technisch umsetzbar und fachlich sinnvoll sind. Dazu gehören beispielsweise Berliner Kissen oder punktuelle Fahrbahnverengungen. Auch die bestehende Parkordnung soll überprüft werden. Wo parkende Fahrzeuge notwendige Sichtachsen blockieren oder Gefahrenstellen für den Fuß- und Radverkehr entstehen, könnten punktuelle Anpassungen erforderlich sein.
Zusätzlich schlägt die FDP eine befristete Geschwindigkeitsmessung vor. Sie soll eine objektive Datengrundlage darüber liefern, wie schnell im Filzengraben tatsächlich gefahren wird und zu welchen Zeiten besonderer Handlungsbedarf besteht. „Wir wollen nicht vorschnell irgendeine Maßnahme festlegen. Die Verwaltung soll prüfen, was an dieser Stelle wirksam, verhältnismäßig und kurzfristig umsetzbar ist. Danach kann auf Grundlage konkreter Daten entschieden werden“, so Kandemir.
Die Ergebnisse der Prüfung sollen dem Arbeitskreis einschließlich einer Kostenschätzung und eines möglichen Zeitrahmens für die Umsetzung vorgestellt werden.
Tamer Kandemir
stv. Vorsitzender der FDP-Ratsgruppe, Beisitzer im Stadtverbandsvorstand
mehr erfahren
