FDP Kerpen: Software-Roboter könnten Verwaltung entlasten

Digitalisierung pragmatisch nutzen – FDP will Verwaltungsabläufe durch automatisierte Prozesse effizienter gestalten

28.07.2025 Meldungen FDP-Fraktion Kerpen

KI-generiertes Bild

Die FDP-Fraktion im Rat der Kolpingstadt Kerpen bringt einen innovativen Antrag zur Digitalisierung der Verwaltung in die kommende Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses ein. Ziel ist die Prüfung des Einsatzes sogenannter Robotic Process Automation (RPA), also softwaregestützter Automatisierung standardisierter Verwaltungsprozesse.

„Viele digitale Anträge landen noch immer als PDF in Postfächern und müssen manuell in alte Fachverfahren übertragen werden – das ist weder bürgerfreundlich noch effizient“, erklärt Rüdiger Schmidt, sachkundiger Bürger der FDP-Fraktion. „Dabei gibt es längst bewährte Technologien, mit denen diese Lücke kostengünstig geschlossen werden kann.“ Die FDP schlägt vor, dass die Verwaltung konkrete Anwendungsbereiche für RPA identifiziert – etwa bei Hundesteuer-Bescheiden, Bewohnerparkausweisen oder Gebührenbescheiden. In anderen Kommunen habe sich der Einsatz bereits bewährt: „Städte wie Ulm oder Köln zeigen, wie viel Zeit und Ressourcen man durch Automatisierung gewinnen kann – ohne gleich ganze IT-Systeme austauschen zu müssen“, so Schmidt weiter. RPA arbeitet dabei wie ein digitaler Assistent: Die Software erkennt strukturierte Informationen in Formularen und überträgt sie automatisiert in bestehende Systeme – ohne zusätzliche Schnittstellen oder tiefgreifende Umbauten.

FDP-Fraktionsvorsitzender Wolfgang Pfeil betont: „Wir wollen nicht Digitalisierung um ihrer selbst willen – sondern spürbare Entlastung für die Mitarbeitenden und besseren Service für die Bürgerinnen und Bürger.“ Die beantragte Prüfung sei kein Großprojekt, sondern ein sinnvoller, überschaubarer Schritt zur modernen Verwaltung.

Die Verwaltung soll zeitnah berichten, in welchen Bereichen RPA in Kerpen denkbar ist und ob bereits Pilotprojekte geplant oder umgesetzt wurden. Die Liberalen sehen darin eine große Chance, pragmatisch und kostenbewusst die Digitalisierung voranzutreiben – ohne neue Baustellen, aber mit echten Effekten im Alltag.

			

				
				

Wolfgang Pfeil

stv. Stadtverbandsvorsitzender, Vorsitzender der FDP-Ratsgruppe

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