Maastrichter Straße: Seit Jahren bekannt, noch immer ungelöst

Kerpener Liberale verlangen endlich wirksame Maßnahmen gegen Vermüllung, Verwahrlosung und Schädlingsbefall

01.09.2026 Meldungen FDP-Ratsgruppe Kerpen

Die Zustände rund um die Garagenanlage an der Maastrichter Straße beschäftigen Anwohnerinnen und Anwohner sowie die Kerpener Politik seit vielen Jahren. Immer wieder werden dort Abfälle illegal abgelagert, Flächen verwahrlosen und Müll zieht Ratten und anderes Ungeziefer an. Eine dauerhafte Lösung ist dennoch bis heute nicht erkennbar. Die FDP-Ratsgruppe hat deshalb erneut eine Anfrage an die Stadtverwaltung gerichtet.

„Das Problem ist ja nicht neu“, erklärt der stellvertretende Vorsitzende der FDP-Ratsgruppe, Tamer Kandemir. „Wir haben immer wieder nachgehakt, Anträge gestellt und auf die Folgen hingewiesen. Trotzdem stehen wir heute im Grunde noch immer am selben Punkt. Das ist den Menschen, die dort leben, nicht mehr zu vermitteln.“

Bereits 2022 hatte die FDP einen umfangreichen Antrag zur Situation an den sogenannten grünen Garagen gestellt. Gefordert wurden unter anderem ein abgestimmtes Vorgehen von Stadt, Kreisordnungsamt und Polizei, die Ermittlung und Ansprache der Eigentümer sowie eine konsequentere Kontrolle und Ahndung illegaler Abfallablagerungen. Schon damals war das Problem keineswegs neu: Bereits 2014 stritten Stadt und Kreis öffentlich über Zuständigkeiten.

Mit ihrer aktuellen Anfrage will die FDP nun wissen, welche Kontrollen und ordnungsbehördlichen Maßnahmen inzwischen tatsächlich erfolgt sind, wie die Verwaltung gegen Verwahrlosung und möglichen Schädlingsbefall vorgeht und welche weiteren Schritte geplant sind. Außerdem soll geklärt werden, wie Stadt, Rhein-Erft-Kreis, Gesundheitsbehörden und gegebenenfalls weitere Stellen zusammenarbeiten. Für die Liberalen reicht es nicht aus, einzelne Müllberge gelegentlich zu beseitigen. Solange Ursachen, Verantwortlichkeiten und zweckwidrige Nutzungen der Garagen nicht konsequent angegangen werden, beginne das Problem immer wieder von vorn.

„Natürlich sind in erster Linie diejenigen verantwortlich, die ihren Müll dort abladen“, betont Kandemir. „Aber irgendwann reicht es nicht mehr, den Zustand nur zu kennen und gelegentlich aufzuräumen. Wenn Müll liegen bleibt, alles zunehmend verwahrlost und sich Ungeziefer ausbreiten, geht es nicht mehr bloß um einen hässlichen Anblick. Dann geht es um die Lebensqualität und die Gesundheit der Menschen, die dort wohnen.“

Die FDP erwartet daher von der Verwaltung einen konkreten Sachstand und einen nachvollziehbaren Maßnahmenplan. Kandemir: „Es muss endlich geklärt werden, wer was bis wann tut. Nach all den Jahren ist eine weitere Endlosschleife keine akzeptable Antwort.“

Die zeitliche Einordnung ist belastbar: Bereits 2014 wurden die Zuständigkeiten zwischen Stadt und Kreis diskutiert; 2022 brachte die FDP einen umfassenden Antrag mit konkreten Maßnahmen ein. Kölner Stadt-Anzeiger, FDP-Antrag von 2022

			

				
				

Tamer Kandemir

stv. Vorsitzender der FDP-Ratsgruppe, Beisitzer im Stadtverbandsvorstand

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