FDP-Ratsgruppe fordert Kostenprüfung beim Neubau von Rettungswache und Bauhof

Vorplanung mit fast 47 Millionen Euro wirft zentrale Fragen zur Dimensionierung auf

30.01.2026 Meldungen FDP-Ratsgruppe Kerpen

In der kommenden Sitzung des Bauausschusses am 5. Februar 2026 wird die Vorplanung für den Neubau des Bau- und Betriebshofes der Kolpingstadt Kerpen vorgestellt. Die aktuell vorgelegte Kostenschätzung der Leistungsphase 2 beläuft sich auf rund 46,9 Millionen Euro brutto. Angesichts dieser Größenordnung fordert die FDP-Ratsgruppe eine frühzeitige und konsequente Überprüfung der Planung mit dem Ziel, Einsparpotenziale zu identifizieren und die Investitionskosten spürbar zu senken.

Aus Sicht der Liberalen bietet gerade die frühe Planungsphase die Möglichkeit, Umfang, Flächenansatz und kostenintensive Einzelbausteine kritisch zu hinterfragen. Dazu zählen unter anderem die Dimensionierung des Verwaltungsgebäudes, die geplanten Bauabschnitte sowie das vorgesehene Parkhaus als erheblicher Kostenfaktor. Die FDP-Ratsgruppe hat hierzu eine umfangreiche Anfrage eingebracht und bittet die Verwaltung um eine transparente Darstellung möglicher Reduktions- und Alternativvarianten.

„Bei einem Projekt dieser Größenordnung ist es unsere Pflicht, sehr genau hinzusehen“, erklärt Tamer Kandemir, Geschäftsführer der FDP-Ratsgruppe. „Niemand stellt die Notwendigkeit moderner und funktionaler Gebäude für Bauhof, Rettungsdienst und Verwaltung infrage. Aber wir müssen frühzeitig prüfen, was zwingend erforderlich ist und wo über den tatsächlichen Bedarf hinaus geplant wird. Gerade jetzt besteht noch die Chance, durch Anpassungen Millionenbeträge einzusparen, ohne die Funktionsfähigkeit zu gefährden.“

Vor dem Hintergrund einer angespannten Haushaltslage und zahlreicher konkurrierender Investitionsbedarfe im Stadtgebiet hält die FDP-Ratsgruppe eine nachvollziehbare Abwägung zwischen Bedarf, Funktionalität und Kosten für unerlässlich. Ziel der Anfrage ist es, dem Bauausschuss eine belastbare Entscheidungsgrundlage zu liefern, bevor weitere Planungsschritte und finanzielle Festlegungen erfolgen.

			

				
				

Tamer Kandemir

stv. Vorsitzender der FDP-Ratsgruppe

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