Leere Ladenlokale: Was leistet Kerpens Leerstandsmanagement?

FDP fragt nach konkreten Zahlen zu Vermittlungserfolgen

03.09.2026 Meldungen FDP-Ratsgruppe Kerpen

Leere Ladenlokale sind in Kerpen-Mitte, Horrem und teilweise auch in Sindorf weiterhin deutlich sichtbar. Die FDP-Ratsgruppe möchte deshalb wissen, was das städtische Leerstandsmanagement bislang tatsächlich erreicht hat. Im vergangenen Jahr hatte die Ratsmehrheit den FDP-Antrag zur Einführung der digitalen Plattform LeAn® abgelehnt. Begründung: Das eigene Kerpener Leerstandsmanagement sei besser auf die örtlichen Verhältnisse zugeschnitten. Nun fragt die FDP nach den Ergebnissen.

„Wenn die Verwaltung sagt, dass ihr eigenes System besser geeignet ist, dann muss sich das auch an konkreten Erfolgen zeigen“, erklärt der stellvertretende Vorsitzende der FDP-Ratsgruppe, Tamer Kandemir. „Uns interessiert nicht, wie viele Listen geführt oder Gespräche geführt wurden. Entscheidend ist, wie viele leerstehende Ladenlokale wieder genutzt werden. Genau diese Zahlen wollen wir jetzt sehen.“ Die Liberalen fragen unter anderem, wie viele Gewerbeeinheiten seit Anfang 2024 neu vermietet oder anderweitig genutzt werden konnten, wie viele Leerstände aktuell erfasst sind und ob Eigentümer und Interessierte gezielt zusammengebracht werden. Auch die Unterstützung von Gründungen, Zwischennutzungen und Pop-up-Konzepten steht im Fokus.

„Leerstand verschwindet nicht dadurch, dass man ihn erfasst“, so Kandemir. „Ein Leerstandsmanagement muss Eigentümer und Interessierte zusammenbringen und am Ende zu neuen Nutzungen führen. Sonst verwalten wir nur leere Schaufenster.“

			

				
				

Tamer Kandemir

stv. Vorsitzender der FDP-Ratsgruppe, Beisitzer im Stadtverbandsvorstand

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