Tiny-House-Siedlung in Kerpen
FDP: Drei Jahre Stillstand sind genug
27.11.2025 Allgemein FDP-Ratsgruppe Kerpen

Vor drei Jahren beschloss der Stadtrat auf Anregung der FDP, neue Baugebiete auf ihre Eignung für Tiny Houses zu prüfen. Seitdem herrscht Stillstand: Kein Grundstück im Kerpener Stadtgebiet wurde untersucht, kein Projekt angeschoben. Die Nachfrage nach alternativen Wohnformen wächst jedoch stetig, und viele Interessierte warten auf konkrete Schritte.
„Drei Jahre Stillstand frustrieren nicht nur die Menschen, die auf dieses Wohnmodell hoffen. Sie werfen auch ein schlechtes Licht auf die Verwaltung, die einen klaren Ratsbeschluss bislang einfach liegen lässt“, sagt Tamer Kandemir, Ratsvertreter der Kerpener Liberalen. Aus seiner Sicht ist das Interesse an Tiny Houses in Kerpen weiterhin hoch. Immer mehr Bürgerinnen und Bürger informierten sich über nachhaltige, bezahlbare Wohnformen und suchten aktiv nach geeigneten Flächen, während die Verwaltung untätig bleibe.
Kandemir erinnert daran, dass vor einiger Zeit angekündigt wurde, städtische Flächen in Kerpen-Buir zu prüfen. Passiert sei aber erneut nichts. Für ihn steht fest, dass Tiny Houses ein Baustein moderner Stadtentwicklung sein könnten: nachhaltige Flächennutzung, bezahlbares Wohnen und ein Angebot, das junge Menschen und kreative Köpfe in Kerpen hält. „Es ist nicht nachvollziehbar, warum ein so zukunftsorientiertes Thema über Jahre hinweg nicht vorangebracht wird. Nach drei Jahren Stillstand braucht es endlich konkrete Ergebnisse statt weiterer Ankündigungen“, so Kandemir.
Für den kommenden Ausschuss für Stadtplanung und Verkehr kündigt er eine erneute Anfrage an, um verbindliche Aussagen der Verwaltung zu erhalten. „Die Nachfrage ist da, Ideen gibt es ebenfalls, und geeignete Bereiche wurden längst benannt. Jetzt ist die Stadt am Zug. Wer weiter zögert, verliert wertvolle Zeit und schwächt die Chance, Kerpen als moderne und zukunftsfähige Stadt zu positionieren“, erklärt Kandemir abschließend.
