Umsetzung des Ratsbeschlusses zur Prüfung und Umsetzung von Tiny-House-Siedlungen in Kerpen

Anfrage zum Ausschuss für Stadtplanung, Verkehr und Umwelt

27.11.2025 Anfrage FDP-Ratsgruppe Kerpen

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Jurczyk,

vor drei Jahren hat der Stadtrat auf Initiative der FDP beschlossen, neue Baugebiete im Stadtgebiet Kerpen auf ihre Eignung für Tiny-House-Projekte zu prüfen. Ziel war es, innovative, nachhaltige und bezahlbare Wohnformen zu fördern und Kerpen als modernen, zukunftsorientierten Wohnstandort zu stärken.

Seit Beschlussfassung ist jedoch praktisch keine Umsetzung erfolgt: Weder wurden konkrete Grundstücke geprüft noch Projekte initiiert. Dieses Zögern ist sowohl für interessierte Bürgerinnen und Bürger als auch für die städtische Entwicklung bedauerlich. Angesichts der steigenden Nachfrage nach Tiny Houses und alternativen Wohnformen ist ein zeitnahes Handeln dringend erforderlich.

Die FDP-Gruppe bittet die Verwaltung daher um schriftliche und mündliche Auskunft zu folgenden Punkten:

  1. Welche städtischen Flächen im gesamten Stadtgebiet Kerpen wurden bisher auf ihre Eignung für Tiny-House-Projekte untersucht?
  2. Welche konkreten Ergebnisse liegen aus diesen Prüfungen vor?
  3. Aus welchen Gründen wurden bisher keine Projekte umgesetzt, obwohl der Ratsbeschluss seit drei Jahren besteht?
  4. Welche konkreten Maßnahmen plant die Verwaltung, um die Umsetzung von Tiny-House-Siedlungen im Stadtgebiet Kerpen zeitnah voranzutreiben?
  5. Bis wann ist mit der Realisierung erster Projekte zu rechnen?
  6. Welche Unterstützungsmöglichkeiten bestehen für Bürgerinnen und Bürger, die eigene Tiny-House-Projekte realisieren möchten?
  7. Welche langfristige strategische Planung verfolgt die Verwaltung, um Tiny Houses als Beitrag zu nachhaltigem, innovativem und bezahlbarem Wohnen in Kerpen dauerhaft zu etablieren?

Begründung:

Tiny Houses stellen ein zukunftsweisendes Wohnkonzept dar: Sie fördern nachhaltige Flächennutzung, ermöglichen bezahlbares Wohnen, eröffnen neue Lebensmodelle und können dazu beitragen, junge Menschen und kreative Köpfe in Kerpen zu halten. Wir bitten die Verwaltung daher um eine umfassende und verbindliche Auskunft im Rahmen des kommenden Ausschusses für Stadtplanung und Verkehr.

			

				
				

Tamer Kandemir

stv. Vorsitzender der FDP-Ratsgruppe

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