Verstärkte Kontrollen wegen Verkehrssituation in der Burgunder Straße und im Kerpener Rathausumfeld

An den Bürgermeister

17.12.2025 Anfrage FDP-Ratsgruppe Kerpen

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Jurczyk,

ich möchte auf die zunehmend angespannte Verkehrssituation in der Burgunder Straße sowie im direkten Umfeld des Rathauses hinweisen. Die geschilderten Missstände wurden mir wiederholt und übereinstimmend von Anwohnerinnen und Anwohnern aus diesem Bereich angetragen.

Seit geraumer Zeit kommt es dort regelmäßig zu Verstößen, die über reine Ordnungswidrigkeiten hinaus sicherheitsrelevante Auswirkungen haben: Parken im absoluten Halteverbot, in Engstellen sowie in Bereichen, in denen Rettungswege eingeschränkt oder faktisch blockiert werden. Einsatzfahrzeuge wie Rettungswagen, Feuerwehr und Müllabfuhr haben bereits mehrfach nur mit erheblichem Aufwand passieren können. An Tagen mit erhöhtem Publikumsaufkommen, wie z.B. Kinoabenden oder den „langen Donnerstagen“ verschärft sich die Situation zusätzlich. Beide Parkflächen rund um das Rathaus sind dann oftmals so unstrukturiert zugeparkt, dass ein geordneter Verkehrsfluss kaum mehr gegeben ist.

Trotz der gelegentlichen Präsenz des Ordnungsamtes ist seit Monaten keine kontinuierliche Kontrolle erkennbar. Rückmeldungen der Anwohner deuten zudem darauf hin, dass weitere Hinweise oder Dokumentationen nicht mehr erwünscht seien. In Summe entsteht dadurch der Eindruck, dass das Problem zwar bekannt ist, aber ungeachtet der klaren Sicherheitsrisiken aktuell nicht aktiv bearbeitet wird.

Mir ist bewusst, dass der Außendienst ausgelastet sein kann. Dennoch müssen grundlegende Anforderungen wie freie Rettungswege und ein Mindestmaß an Verkehrsordnung jederzeit gewährleistet sein. Der derzeitige Zustand erfüllt diese

Anforderungen nicht.

Ich bitte daher um eine kurzfristige Klärung sowie um folgende Maßnahmen:

  1. Wiederaufnahme regelmäßiger und konsequenter Kontrollen in der Burgunder Straße und im gesamten Rathausumfeld.
  2. Konsequente Ahndung wiederkehrender Verstöße, um die Verkehrssituation nachhaltig zu stabilisieren.
  3. Eine verbindliche Rückmeldung, welche Maßnahmen kurzfristig und langfristig geplant sind, um die Sicherheit und Ordnung im betroffenen Gebiet sicherzustellen.

Die von Anwohnerinnen und Anwohnern vorgetragenen Hinweise beruhen nicht auf subjektivem Ärger, sondern auf realen sicherheitsrelevanten Beeinträchtigungen. Die Gefahr, dass Einsatzfahrzeuge im Ernstfall behindert werden, ist mittlerweile konkret und bekannt und sollte aus Sicht der Verwaltung nicht weiter toleriert werden.

			

				
				

Tamer Kandemir

stv. Vorsitzender der FDP-Ratsgruppe

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