Konzeptionierung eines Schul-IT-Supports

Antrag zum Haupt- und Finanzausschuss

24.02.2021 Antrag FDP-Fraktion Kerpen

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Spürck,

die FDP-Fraktion im Rat der Kolpingstadt Kerpen beantragt, in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses o.g. Punkt auf die Tagesordnung zu nehmen und legt hierzu nachfolgenden Beschlussvorschlag zur Abstimmung vor:

Beschlussvorschlag:

Die Verwaltung wird beauftragt einen mehrschichten Schul-IT-Support zu konzeptionieren und die Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern oder Kommunen, wie beispielsweise der Stadt Bergheim, zur Kostenersparnis zu prüfen.

Weiterhin wird die Verwaltung beauftragt zu prüfen, ob Fördermittel beantragt werden können. Verwiesen sei hierbei auf die Zusatzvereinbarung „Förderung von Administratoren in den Schulen“ zum Digital-Pakt, die zumindest die Aus- bzw. Fortbildung von Personal vorsehen kann.

Der Schul-IT-Support soll unter anderem für die Wartung der Schul-IT, aber auch für den Support im Problemfall zuständig sein. Mit dem entsprechenden Know-How ausgerüstet sollen die Grundsätze des Datenschutzes und der Informationssicherheit Beachtung finden.

Begründung:

Mit Ausbruch der Corona-Krise wurden auch die Schulen auf eine harte Probe gestellt. Nun, fast ein Jahr später, bestehen immer noch signifikante Unterschiede in der IT-Ausstattung der Schulen.

Parallel dazu steigen die Anforderungen an den Datenschutz in die Informationssicherheit immer weiter. Auch die Pandemie hat uns gezeigt, vor welche Herausforderungen wir in Puncto sensible Daten gestellt werden. Sei es die Auswahl und der Betrieb der Videokonferenzsoftware oder die Einhaltung trivialer Technischer und Organisatorischer Maßnahmen, um die Daten der Kinder und Jugendlichen sowie des Lehrpersonals zu schützen. Die Unterstützung und Einhaltung „aus der Ferne“ durch Mitarbeiter der Verwaltung, aber auch die Umsetzung einzig durch das Lehrpersonal oder die Schulleitung ohne Know-How in dem Thema sind nicht zumutbar.

Die Medienkompetenz der Schülerschaft muss gefördert werden. Sie ist bereits heute oft eine der Voraussetzungen bei Stellenausschreibungen. Zusätzlich geht der Wandel der Medien Hand in Hand mit dem Wandel der Gesellschaft. Damit die Medienkompetenz in Schulen angemessen vermittelt werden kann, braucht es eine digitale Ausstattung in Schulen. Diese muss regelmäßig gewartet, angepasst oder in manchen Fällen auch komplett neu eingerichtet werden. Damit diese teils zeitaufwendigen Aufgaben nicht von Lehrkräften übernommen werden müssen, deren Aufgabe ja eigentlich ist, Schüler zu unterrichten, ist es essenziell, entsprechendes Fachpersonal an den Schulen einzusetzen.

Zusätzlich gäbe es dadurch eine kompetente Ansprechperson, falls Lehrkräfte Probleme oder Frage zu den von der Landesregierung gestellten Endgeräten oder der digitalen Ausstattung in der Schule haben. Auch Schüler, denen Endgeräte von der Schule geliehen werden, könnten sich an Fachkräfte wenden.

Ein weiterer wichtiger Grund, weshalb eine intakte digitale Ausstattung an Schulen wichtig ist wurde während des Präsenzunterrichts zu Corona-Zeiten deutlich: Schüler, die am Coronavirus erkranken oder bei denen der Verdacht auf Infektion bestand, werden vom Unterricht ausgeschlossen. Dadurch entstehen Bildungslücken, die verhinderten werden können, indem eine Teilnahme am Unterricht in hybrider Form ermöglicht wird. Auch hier kann entsprechendes Fachpersonal helfen, dies zu realisieren.

Die Möglichkeit von hybridem Unterricht sollt auch nach der Pandemie weiterbestehen, damit Schüler, die aufnahmefähig sind, aber nicht am Präsenzunterricht teilnehmen können (beispielsweise bei Krankenhausaufenthalt) die Möglichkeit erhalten, sich im Rahmen des Unterrichts weiterhin zu bilden. Wenigstens sollten in Zukunft digitale Zusatzangebote, wie beispielsweise eine Online-Hausaufgabenbetreuung o.Ä., bestehen bleiben.

Zusammenfassend lässt sich also feststellen, dass für eine wichtige Aufwertung des Bildungsangebots an Kerpens Schulen der Einsatz von IT-Fachpersonal in Form von IT-Hausmeistern und IT-Administratoren, bei denen Kompetenz und Know-How gebündelt sind, zwingend notwendig ist.

Alessa Flohe (Piratenpartei)

stv. Fraktionsvorsitzende

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Nicolas Zarazua

sachkundiger Bürger, Vorsitzender der Jungen Liberalen Rhein-Erft

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