Leerstand bekämpfen: FDP fordert schnellere Genehmigungen für Ladenlokale

Zwölfmonatiges Pilotprojekt soll Nutzungsänderungen beschleunigen und Investoren einen festen Ansprechpartner geben

01.10.2026 Meldungen FDP-Ratsgruppe Kerpen

Die Kerpener FDP will leerstehende Ladenlokale und Gewerbeflächen schneller wieder in Nutzung bringen. Mit einem Antrag für den Ausschuss für Stadtplanung, Verkehr und Umwelt fordert sie ein zwölfmonatiges Pilotprojekt, das Genehmigungsverfahren für Nutzungsänderungen im Bestand deutlich beschleunigen soll.

Bauordnung, Brandschutz, Wirtschaftsförderung und bei Bedarf der Denkmalschutz sollen sich frühzeitig abstimmen. Für vollständig eingereichte und prüffähige Anträge soll eine verwaltungsinterne Bearbeitungszeit von höchstens 28 Tagen angestrebt werden. Die Wirtschaftsförderung soll Eigentümer und Antragsteller dabei als zentraler Lotse begleiten.

„Wenn jemand bereit ist, in ein leerstehendes Ladenlokal zu investieren, darf das Vorhaben nicht daran scheitern, dass Unterlagen monatelang zwischen verschiedenen Fachbereichen hin- und herwandern“, erklärt Tamer Kandemir, stellvertretender Vorsitzender der FDP-Ratsgruppe. „Kerpen braucht verlässliche Abläufe und klare Ansprechpartner für alle, die unsere Ortskerne wiederbeleben wollen.“

Das Pilotprojekt soll sich auf bestehende Gewerbe- und Ladenflächen sowie übliche bauliche Anpassungen beschränken. Gesetzliche Anforderungen etwa an Bauordnung, Brandschutz oder Denkmalschutz bleiben vollständig bestehen. Zusätzliches Personal oder ein weiteres Gutachten sind nicht vorgesehen.

Nach zwölf Monaten soll die Verwaltung über die Zahl der Verfahren, die Bearbeitungszeiten und mögliche Verzögerungsgründe berichten.

„Leerstand verschwindet nicht durch Sonntagsreden. Wir wollen an den Abläufen ansetzen, die die Stadt selbst verbessern kann: pragmatisch, rechtssicher und ohne neue Bürokratie“, so Kandemir.

			

				
				

Tamer Kandemir

stv. Vorsitzender der FDP-Ratsgruppe, Beisitzer im Stadtverbandsvorstand

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