FDP fordert mehr Freizeitangebote für Jugendliche

17. September 2018, News
Tamer Kandemir

Tamer Kandemir

Jugendliche in Kerpen wünschen sich mehr kostenlose- und günstige Freizeitangebote in allen Stadtteilen, auch in der Innenstadt. Mehr Veranstaltungen kultureller Art, mehr Public Viewing und Einrichtungen wie Jugendclubs. Mit der Stadt verbinden viele zwar das Straßenfest und andere Feste, Euromaxx und Capitol, Erftlagune und Freibad Türnich, wie auch die Michael-Schumacher-Kartbahn, Freunde und Heimat. Was ihnen fehlt sind jedoch Möglichkeiten, Freizeitangebote zu nutzen, die preiswert oder sogar kostenlos sind. Das meint zumindest die FDP Kerpen, die nun vor diesem Hintergrund einen entsprechenden Antrag im nächsten Ausschuss für Sport, Freizeit und Kultur gestellt hat.

„Angesichts des demografischen Wandels besteht die Gefahr, dass Jugendliche und junge Erwachsene unzureichend wahrgenommen werden und es schwer haben, ihre Interessen in die Gesellschaft einzubringen“, meint Tamer Kandemir, Sprecher der FDP Kerpen. „Jugendpolitik ist aber ein Gradmesser für die Zukunftsfähigkeit von Kommunen.“ Dabei bezieht er sich auch auf die hervorragende Arbeit in den Jugendzentren. „Aber machen wir uns nicht vor. Denn spätestens mit Eintritt in die Pubertät spielen die Juzen und Spielmobile keine Rolle mehr.“ Stattdessen brauche Kerpen spezifische Angebote nicht nur für Kinder, sondern insbesondere solche, die sich zielgerichtet an heranwachsende Jugendliche richtet. „Denn Fakt ist, dass immer mehr Jugendliche ihre Freizeit auf der Straße und in Parks verbringen und mit ihrer Zeit immer weniger anzufangen wissen.“

Mit dem Antrag wird daher die Verwaltung beauftragt, ein innovatives, modernes und an Zusammenarbeit orientiertes Freizeitkonzept zum Ausbau der Freizeitangebote in Kerpen zu erstellen. Dafür soll ein Arbeitskreis oder eine Bürgerwerkstatt gebildet werden, um eine konstruktive Arbeit am Freizeitkonzept durch das Zusammenwirken aller Beteiligten, insbesondere durch Einbeziehung der Jugendlichen und Jugendvertreter der Kolpingstadt Kerpen, zu erreichen. „Damit soll festgestellt werden, welche Freizeitaktivitäten insbesondere für die entsprechende Altersgruppen in Kerpen noch nicht abgedeckt werden“, so Kandemir.